Befreiung aus Mauthausen – Ereignis, Herausforderungen, Erinnerung
Als Einheiten der US-Armee die KZs Mauthausen und Gusen am 5. Mai 1945 befreiten, fanden sie dort rund 40.000 Häftlinge vor, darunter zahlreiche Frauen. Allein seit Januar waren 25.000 Menschen auf großen Evakuierungstransporten aus anderen Konzentrationslagern im Osten oder auf sogenannten Todesmärschen dorthin getrieben worden. Die Situation in den Lagern war katastrophal: Tausende Überlebende waren infolge der mörderischen Haftbedingungen, chronischer Unterversorgung sowie Krankheiten so geschwächt, dass sie noch in den Wochen nach der Befreiung starben. Vordringlich waren medizinische Soforthilfe sowie die Versorgung mit Nahrungsmitteln für eine große Zahl von Menschen; zugleich setzten bereits Bemühungen ein, die Verbrechen zu dokumentieren und Beweise zu sichern. Wie nahmen die Häftlinge ihre Befreiung wahr? Vor welchen Herausforderungen standen sie, ihre Befreier und das medizinische Personal? Wie spiegeln sich diese Erfahrungen in unmittelbar danach entstandenen Zeugnissen und Dokumentationen wider? Und welche Rolle spielen Befreiung und Nachgeschichte(n) in den Erinnerungen von Überlebenden und Befreiern, wenn sie viele Jahrzehnte später interviewt wurden? Diesen und weiteren Fragen ging im Wintersemester 2025/26 ein Seminar der Uni Wien in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Mauthausen anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung nach.

Adrian Webersinke und Valentin Track, erschienen bei Radio FRO, Linz

Anna Stärk, wasbishergeschah

Anna Stärk, wasbishergeschah

Anna Stärk, wasbishergeschah
Die Blogbeiträge von Anna Stärk entstanden aus einer Kooperation von wasbishergeschah.at mit dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien und dem Mauthausen Memorial. Sie entstand im Rahmen des Forschungsseminars „Befreiung aus Mauthausen “ im Wintersemester 2025/26, Lehrveranstaltungsleitung: Univ.-Prof. Dr. Kerstin von Lingen, Input von Seiten der Gedenkstätte: René Bienert.

